Die PKV wechseln

Der Jahreswechsel von 2011 auf 2012 brachte für viele PKV-Versicherte eine unangenehme Überraschung mit sich: Einige Gesellschaften haben ihre Tarife sehr deutlich erhöht, teilweise ermittelten Verbraucherschützer wie der BdV (Bund der Versicherten) Beitragssteigerungen zwischen 40 bis 60 Prozent. Diese betreffen Neutarife und in bestimmtem Ausmaß auch Bestandskunden. Daher möchten jetzt etliche Versicherungsnehmer die PKV wechseln.

Voraussetzungen für den Wechsel

Natürlich kann jeder Versicherungsnehmer voraussetzungslos die PKV wechseln, es müssen lediglich die Bedingungen hinterfragt werden. Es sind zunächst die Kündigungsfristen zu beachten, die Mindestvertragslaufzeit für einige PKV-Verträge beträgt zwei und auch drei Jahre. Eine andere Problemstellung ergibt sich aus der Portabilität der Altersrückstellungen. Hier sagt die Gesetzeslage eindeutig, dass bei allen ab dem 01.01.2009 abgeschlossenen Verträgen die Altersrückstellungen in den neuen Vertrag mitgenommen werden, und zwar bis zur Höhe des Basistarifs, in den ohnehin zunächst die Versicherten bei einer neuen PKV wechseln. Es ginge also ein kleiner Teil der Altersrückstellungen verloren, der aber zum Jahreswechsel 2011/2012 sehr gering ausfällt und für die sehr kurzfristig Versicherten kaum spürbar wird. Etwas anders sieht es bei den schon langjährig Versicherten aus, diesen würden ihre Altersrückstellungen verloren gehen. Daher ist der Wechsel in einen günstigeren Tarif bei der gegenwärtigen PKV zu überdenken. Die Gesellschaft muss dem zustimmen, der Wechsel sollte mit Fristsetzung schriftlich beantragt werden. Ein zweiter Vorteil wäre hierbei, dass eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt.

Der private Krankenversicherung Vergleich

Vor einem Wechsel steht in jedem Fall der private Krankenversicherung Vergleich. Hier könnte sich unter Umständen herausstellen, dass selbst für schon länger Versicherte der PKV der Wechsel zu einer anderen Gesellschaft günstiger ausfällt als der Verbleib in der bisherigen Gesellschaft, auch mit günstigerem Tarif. Denn aus einem private Krankenversicherung Vergleich geht eindeutig hervor, dass die Tarifstrukturen der einzelnen Gesellschaften sich in einigen Bereichen so deutlich unterscheiden, dass selbst unter Berücksichtigung verloren gegangener Altersrückstellungen durch den Wechsel noch kräftig Geld gespart wird. Das hängt stark vom Alter des Versicherungsnehmers, seinen bisherigen Jahren in der PKV und den gewünschten Leistungen ab. Der Hintergrund hierfür ist, dass PKV-Tarife zwar prinzipiell modular aufgebaut sind, aber die Gesellschaften stets einzelne Leistungen zusammenfassen. In einer anderen PKV-Gesellschaft erhält der Versicherungsnehmer womöglich einen Tarif, der zu einem sehr viel günstigeren Preis seinen Gesundheitsbedürfnissen wesentlich besser entgegenkommt.

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