Neuer Stromanbieter oftmals günstiger

Trotz teilweise enormer Strompreiserhöhungen einiger Anbieter und der Tatsache, dank der Öffnung des Energiemarktes für private Versorger seinen eigenen frei wählen zu können und problemlos einen Wechsel herbeizuführen, entscheidet sich laut einer Studie nur jeder fünfte Deutsche zum Schritt hin zu einem neuen Stromanbieter. Wettbewerbshüter kritisieren dieses Verhalten, Ökonomen rätseln am Grund für das freiwillige Übernehmen unnötiger Kosten. Zudem mag sich mit der Zeit das Ergebnis herausfiltern, dass der Konkurrenzkampf nachlässt und sich die Strompreise angleichen – denn wozu sollte ein Stromanbieter besonders günstige Tarife offerieren, wenn diese nicht angenommen werden?

Betreiben von Ursachenforschung
Neuste Forschungserkenntnisse versuchen nun, dieses Verbraucherverhalten nachzuvollziehen. Warum bringt die Liberalisierung der Gas-, Telekommunikations- und Strommärkte nicht den Wettbewerb ins Rollen, wie man es sich erhofft hatte? Die Begründungen sind ganz banal: Die Menschen haben Angst, dass ihnen plötzlich der Strom abgestellt werden könnte und sie eine Zeit lang ohne dieses lebenswichtige Hilfsmittel auskommen müssten. Da. Und sind zudem teilweise zu träge, sich der Mühe eines Vergleichs aller Stromanbieter zu unterziehen. Und dies, obwohl erhebliche Kosten gespart werden könnten. Unternehmen kann man hier wenig – Aufklärung betreiben, um zum Stromanbietervergleich zu animieren und die Beruhigung zu geben, dass es keine Lücke in der Stromversorgung geben wird. Die Zukunft wird zeigen, ob dies hilft.

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