Bis zum Ausbruch der aktuellen Wirtschaftskrise zählte Spanien zu den europäischen Musterländern mit einem hohen Wirtschaftswachstum und niedriger Arbeitslosigkeit. Inzwischen wird das Land zu den PIIGS-Staaten gerechnet, die die Stabilität, vielleicht sogar den Erhalt der Europäischen Währung gefährden und für die ein gigantischer Rettungsschirm gespannt werden musste, um drohende Staatsbankrotte zu verhindern. Die von den USA ausgehende Immobilienkrise hat auch Spanien in vollem Umfang getroffen. Der Bausektor war mit verantwortlich für die boomende Wirtschaft; allerdings hat sich herausgestellt, dass vielerorts Häuser und ganze Siedlungen gebaut wurden, für die kein realer Bedarf bestand und für die sich nun kein Abnehmer findet. Mit dem Platzen der Immobilienblase sind speziell im Baugewerbe nun ungezählte Arbeitsplätze verlorengegangen, so dass Spanien nun über die wahrscheinlich höchste Arbeitslosenquote im Bereich der jungen Menschen in ganz Europa klagt. Obwohl Spanien keinen Sozialstaat unterhält, der in seinen Leistungen mit dem deutschen Sozialstaat zu vergleichen wäre, sind die Finanzen des Landes inzwischen in einem desolaten Zustand.
Auch der spanische Bankensektor, der einen weiteren Wirtschaftsmotor darstellte, ist ins Stocken geraten; entsprechend düster sind die wirtschaftlichen Prognosen für die kommenden Jahre.
Als Rettungsanker für die gebeutelte spanische Wirtschaft erweist sich einmal mehr der Tourismus. Die ausgedehnten Küstenregionen und vor allem die bei Touristen nach wie vor ungeheuer beliebten Inseln der Balearen und Kanaren ziehen nach wie vor zahllose Touristen an und, auch wenn diese nicht mehr so zahlungsfreudig sind wie in den vergangenen Jahrzehnten, bescheren dem Land enorme Einnahmen zumal Spanien trotz der Krise von sozialen Unruhen wie etwa in Griechenland bislang verschont blieb.
Auf dem Industriesektor hat die Wirtschaft in Spanien nicht in gleichem Umfang gelitten wie die Baubranche. Der große Automobilhersteller SEAT etwa konnte von der deutschen Abwrackprämie profitieren. Traditionelle Berufszweige wie die Fischerei sind bereits seit Jahrzehnten eher rückläufig; viele Fischer haben sich indes in den Dienst des Tourismus gestellt und finden hier ein Auskommen. Die Landwirtschaft profitiert nach wie vor von Subventionen der EU. Bei www.kredit.sc finden Sie weitere ausführliche Infos zu den Themen Wirtschaft, Finanzen und Finanzierungen.

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